In Südburgund

Start in Mâcon

7 Tage / 250 km



 

Reiseführer und Karte

 

Reiseführer(PDF - 82 Ko)

 

Karte (PDF - 507 Ko)





QUELLE: Michelin - KARTEN UND REISEFÜHRER "Escapade en Camping-car" Frankreich 2011

In Tournus in den Antiquitätenläden herumstöbern, beim Aufstieg auf die Felsformation der Roche de Solutré die Beine in Schwung bringen, die ehrwürdigen Überreste der Klosteranlage von Cluny bewundern und sich die Zeit für eine Meditation in Taizé nehmen. Oder einige Stunden im Fayence-Museum von Paray-le-Monial verbringen, dann nach einer Besichtigung von Semur das Brionnais erkunden und sich zu früher Stunde auf den Weg zum Viehmarkt von St-Christophe-en-Brionnais machen. So oder so ähnlich könnte Ihr Urlaub ablaufen...

Tag 1

Nach dem Start in Mâcon ist ein erster Halt im Touroparc möglich. Durchqueren Sie anschließend auf der D 54 die berühmten Weinlagen von Saint-Vérand und von Pouilly-Fuissé und fahren Sie Richtung Solutré. Die Besteigung des Felsens ist nicht anstrengend, und die Aussicht von seinem Gipfel ist wirklich überwältigend. Mehr über die nach dem Ort benannte prähistorische Epoche (Solutréen) erfahren Sie im Museum, dessen Räumlichkeiten teilweise unter dem Felsen liegen. Nur wenige Kilometer trennen die graue Vorzeit vom Pays de Lamartine, in das Sie über Pierreclos gelangen. Ein Rundgang durch Milly, wo sich der Lieblingswohnsitz des Dichters befand, ist ein bewegendes Erlebnis. Unweit davon liegt Saint-Point, dem eingefleischte Anhänger des Autors von Jocelyn einen Besuch abstatten müssen. Nach der Unterquerung der N 79 erreichen Sie Berzé-la-Ville mit seiner Kapelle und danach Berzé-le-Châtel, dessen Festung über dem Radwanderweg (Voie Verte) thront. Kurz darauf zeichnet sich am Horizont schon die Silhouette des Ortes ab, der einmal als „Licht der Welt“ bezeichnet wurde: Gemeint sind Cluny und seine leider fast völlig zerstörte Klosteranlage.


Tag 2

Gehen Sie auf Entdeckungstour in Cluny, in dem seinerzeit das größte Bauwerk Europas stand, und folgen Sie anschließend dem Lauf der Grosne. Das Flusstal führt Sie ins Dorf Taizé, in dem eine ökumenische Gemeinschaft mit globaler Strahlkraft beheimatet ist. Auf der D 981 gelangen Sie schließlich zum Château de Cormatin, das außergewöhnliche und einzigartige Kunstschätze aus dem 17. Jahrhundert birgt.

Tag 3

Auf diesem Tagesabschnitt lernen Sie ein weiteres Kapitel romanischer Baukunst in Burgund kennen. Auf der D 14 passieren Sie Chapaize, Brancion und schließlich Tournus. In jedem der drei Orte lohnt sich ein Zwischenstopp. In Tournus drängen sich in den engen Gassen rund um die Stiftskirche Saint-Philibert Antiquitätenläden, Handwerksgeschäfte und Kunstgalerien. Nicht zuletzt wegen seiner exzellenten Gastronomie sollten Sie Tournus nicht im Laufschritt besichtigen. Hobbyfotografen finden hier unzählige interessante Motive. Planen Sie also genügend Zeit ein.

Tag 4

In Chalon-sur-Saône erweist sich die Voie Verte als eine angenehme Alternative zur Straße Sie führt bis vor die Tore von Mâcon. Andernfalls verweilen Sie in Chalon-sur-Saône, das seine Bekanntheit dem Karneval, seinen guten Weinlagen und dem Nicéphore Niépce gewidmeten Museum verdankt. Weiter geht es auf der D 977, die Sie durch die reizvollen Kleinstädte Givry, Buxy, und Saint-Gengoux-le-National führt. Halten Sie auf dem Mont Saint-Vincent (D?980), um das herrliche Panorama zu genießen. Ein Stück weiter liegt Montceau mit seinem Fossilienmuseum. Der 22 Meter hohe Förderturm in Blanzy markiert den Vorplatz der ehemaligen Zeche Saint-Claude und erinnert an die Bergbautradition der Region.

Tag 5

Entlang des Canal du Centre führt der Weg nach Paray-le-Monial. Abgesehen von ihren weniger monumentalen Ausmaßen ist die Basilika der Kleinstadt ein Abbild der Abteikirche von Cluny vor deren Zerstörung. Weiter südlich überrascht das Brionnais durch die Schönheit seiner skulpturenreichen Sakralbauten. Auf der D 34 und dann auf der D 10 fahren Sie nach Anzy-le-Duc. Unterwegs machen Sie noch einen Abstecher zu den romanischen Gärten von Varenne-l'Arconce. Von Ancy geht es weiter bis ins östlich von Marcigny gelegene Semur-en-Brionnais. Auf der D 8 und der D 20 erreichen Sie schließlich Charlieu.

Tag 6

Die Altstadt und die sehr schöne Abtei von Charlieu ziehen die Besucher in ihren Bann. Von hier aus lenken Sie Ihr Wohnmobil wieder nordwärts. Auf der D 987 und der D 985 gelangen Sie nach La Clayette, wo Sie das sehenswerte, am Ufer eines Sees gelegene Château de Drée besichtigen. Die Strecke führt nun westwärts bis nach Saint-Christophe-en-Brionnais, das inmitten des Zuchtgebiets für Charolais-Rinder liegt. Wenn Sie auf der durch malerische Landschaften führenden D 20 nach Charolles fahren, bieten sich etliche Gelegenheiten, die Schönheit der für das Charolais typischen Weidelandschaften mit der Kamera einzufangen. Nehmen Sie sich Zeit für den Besuch von Charolles. Hier versteht man sich darauf, das mit Petersilie servierte Entrecôte vom Charolais-Rind mit den richtigen Worten anzupreisen. Aber Charolles ist auch für die Herstellung von Fayencewaren bekannt.

Tag 7

Ihre Rundreise endet nach einigen Kilometern auf der N 79 in Mâcon, wo Sie mit einem Besuch im Maison de Vins, im Musée Lamartine oder im Musée des Ursulines den krönenden Schlusspunkt Ihres Urlaubs setzen.

Tipp von Bibendum
Verpassen Sie auf keinen Fall den immer mittwochs abgehaltenen Viehmarkt in Saint-Christophe-en-Brionnais. Ein spektakuläres Erlebnis!