Ein paar Erinnerungen

Ich leite das Unternehmen Mulot et Petitjean, das sich seit 1796 der Herstellung von Lebkuchen widmet. Der Name Mulot et Petitjean stammt aus dem Jahr 1901, als Auguste Petitjean ein Fräulein Mulot geheiratet hat. Von da ab waren zwei Lebkuchenbetriebe vereint. Aus der Heirat ist also nicht nur eine Familie entstanden, sondern auch das Unternehmen, das wir heute kennen.

Es ist wichtig, ein handwerkliches Können zu besitzen, aber noch wichtiger ist es, zu wissen, wie man es weitergibt.

Eine generationenübergreifende Geschichte

Es war für mich am Anfang nicht einfach, die Familiensaga fortzuführen, denn um an die Stelle von Papa oder Mama zu rücken, muss man erst einmal seinen Platz finden. In meinem Fall konnte ich von Glück reden, dass mich dieser Beruf so ausgefüllt hat. Tatsache ist, dass ich mit Begeisterung mitgeholfen habe, unser Unternehmen umzustrukturieren, weiterzuentwickeln und innovativ zu gestalten. Es hat großen Spaß gemacht!

Ein anerkanntes Know-how

In letzter Zeit ist uns aufgefallen, dass Verbraucher verstärkt das Bedürfnis haben, sich an Werten und Produkten zu orientieren, die sie kennen, in erster Linie heimische Erzeugnisse. Wir sind als „Unternehmen des lebendigen Erbes“ anerkannt, ein Label, das vom französischen Wirtschaftsministerium verliehen wird, um ein handwerkliches Können, seine Weitergabe und Innovationsfähigkeit zu fördern. Ich vergleiche ein Unternehmen immer mit einem Fahrrad: Wenn man aufhört, in die Pedale zu treten, fällt man am Ende um.

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Wissenswertes über Lebkuchen

Bei Mulot & Petitjean legen wir großen Wert darauf, die Tradition aufrechtzuerhalten, denn unsere Kunden lieben unsere Produkte. Die Nonnette zum Beispiel weckt bei dem einen oder anderen Kindheitserinnerungen. Eine Spezialität muss immer tadellos sein!

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Hinter den Kulissen der Fabrik

Der Standort der Fabrik beherbergt neben der eigentlichen Produktionswerkstatt auch ein Museum, in dem wir die Geschichte unseres Hauses erzählen wollten, aber auch die Lebkuchentradition in Frankreich und wie sie zu uns nach Burgund gekommen ist.

Die Fachwerkfassade macht wirklich etwas daher. Die Innenräume mit der alten Decke aber auch. Der vordere Teil des Geschäfts ist heute noch so, wie er früher war!

Zur Fabrik und zum Museum
Alain Doire - BFC Tourisme
Alain Doire - BFC Tourisme

Die Herstellung von Lebkuchen

Die Grundzutaten von Lebkuchen sind Mehl, Honig, Zucker, Eigelb, Gewürze und Backpulver. Die Wahl und die Herkunft der Rohstoffe sind für die Herstellung ausschlaggebend. Für Lebkuchen existieren Leitregeln, was bedeutet, dass gewisse Produktionsetappen einzuhalten sind. Des Weiteren sind Lebkuchen sehr lange haltbar, ungefüllt sogar bis zu 4 Jahren oder noch länger.

Zunächst stellt man einen Grundteig her, den man etwa vierzehn Tage ruhen lässt. In diesem Teig bildet sich ein Netzwerk von Proteinen, das es dem Lebkuchen ermöglicht zu treiben, wie man sagt. Die zweite Etappe ist dann die Verfeinerung, bei der man andere Zutaten wie kandierte Früchte oder Mandeln hinzugibt. Lebkuchen wird noch in Handarbeit hergestellt, von Hand geformt und auf traditionelle Art in Stücke geschnitten.

Das Schöne ist, dass sich der Geruch von Lebkuchen im ganzen Geschäft ausbreitet.

Das Lebkuchengeschäft in Dijon entdecken

 

Unvergleichliche Produkte

Zusätzlich zum Lebkuchen, den es in allen Formen gibt, backen wir auch Nonnettes, Mini-Nonnettes, Jimbettes und Jacquelines. Letztere ist eine Spezialität aus Dijon, die wir von einem ortsansässigen Konditor namens Antonin Michelin übernommen haben. Wir stellen auch einige Keks- und Bonbonsorten her, die wir hauptsächlich in unseren Geschäften in der Innenstadt verkaufen.

Unsere Produkte sind in ganz Frankreich im Handel erhältlich. In unseren Geschäften in Dijon und in Beaune, bei unseren Weiterverkäufern und in Feinkostläden. Man findet sie auch im Sortiment einiger Autobahnraststätten in Burgund. Die Liste unserer Weiterverkäufer und Kunden ist lang, und wir sind ihnen sehr dankbar, dass sie diese einzigartige Spezialität unterstützen.

Das Lebkuchengeschäft in Beaune entdecken

 

Cherrystone
Mulot et Petitjean Cherrystone
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Pain d'épices Mulot & Petitjean My Destination - BFC Tourisme
My Destination - BFC Tourisme
Pain d’épices Mulot & Petitjean My Destination - BFC Tourisme
My Destination / BFC Tourisme
Aperçu des gourmandises confectionnées par la maison My Destination / BFC Tourisme

Unterwegs mit Catherine

Ich finde, dass der Herbst eine sanfte Lebensart widerspiegelt. Man kann schöne Spaziergänge unternehmen und interessante  Sehenswürdigkeiten besichtigen.

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Wochenendtipp

Zum Herbstanfang

Der Herbst hält relativ früh Einzug in Burgund, was man am langsam schwächer werdenden Licht erkennt, an den Farben, aber auch am Geruch, vor allem im Unterholz.

Alle freuen sich auf den Herbst, denn es ist die Saison der Weinlese. Auch wenn man sich nicht selbst daran beteiligt, hofft man jedes Jahr, dass es ein guter Jahrgang werden wird. Es ist eine Jahreszeit mit vielen Festen, was für eine gute Stimmung in der Region sorgt.

Eintauchen in die Welt des Weines
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Ein herbstlicher Spaziergang

Bevor man auf Wandertour geht, sollte man sich zuerst ein paar Nonnettes in den Rucksack stecken, um sie dann später im Wald oder in den Weinbergen zu genießen. Ich persönlich gehe gern in der Umgebung des Clos Vougeot spazieren. Dieses Jahr habe ich beschlossen, mir erneut ein paar Orte anzusehen, wo ich schon lange nicht mehr war, in erster Linie das Schloss Commarin und die Abtei Fontenay, die ich im Herbst wärmstens empfehlen kann. Auch die Ufer der Saône sind sehr angenehm.

Alain DOIRE / Bourgogne-Franche-Comté Tourisme
Château du Clos de Vougeot Alain DOIRE / Bourgogne-Franche-Comté Tourisme
F. Dupin
Abbaye de Fontenay à l'automne
Vue sur l'Abbaye de Fontenay

Abbaye de Fontenay à l'automne

F. Dupin

Insider-Tipps von Catherine

Zu meinen Lieblingsorten in Burgund zählen Städte wie Dijon oder Beaune. Die besondere Atmosphäre im Herbst macht Lust, gemütlich durch die Straßen zu schlendern.

Und dann sind da auch noch die Sehenswürdigkeiten, die Kunsthandwerker, die Feinkosthersteller… In Beaune zum Beispiel lohnt sich ein Besuch in der Senffabrik Fallot. In Flavigny gibt es die Anisbonbons, auch das Dorf selbst ist einen Abstecher wert. Im Cassissium lernt man alles über die Herstellung von Cassis-Likör und bei La Veuve Ambal alles über die von Crémant.

En résumé
À propos
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A propos
Mulot et Petitjean Cherrystone
Pain d'épices Mulot & Petitjean My Destination - BFC Tourisme
Pain d’épices Mulot & Petitjean My Destination - BFC Tourisme
Aperçu des gourmandises confectionnées par la maison My Destination / BFC Tourisme
A propos
Château du Clos de Vougeot Alain DOIRE / Bourgogne-Franche-Comté Tourisme
Vue sur l'Abbaye de Fontenay

Abbaye de Fontenay à l'automne

F. Dupin
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