Zwischen Beaune und Mâcon

Start Chalon-sur-Saône 294 km

Fahrspaß

Touristische Attraktivität

Reisekomfort



 

Reiseführer und Karte

Reiseführer(PDF - 199 Ko)

 

Karte(PDF - 598 Ko)





QUELLE: MOTORRADFÜHRER „90 VIREES A MOTO“, Frankreich 2011 –MICHELIN KARTEN UND REISEFÜHRER

Das Mâconnais übt auf alle Weinfreunde zweifellos eine große Anziehungskraft aus. Doch auch Architektur, Kunst, landschaftliche Vielfalt und nicht zuletzt die Gastronomie prägen das Bild der Region.

Chalon-sur-Saône > Cluny

Als berühmte Weinbauregion des Departements Saône-et-Loire im Süden Burgunds bildet das Mâconnais die Brücke zwischen Nordfrankreich und dem mediterraneren Süden des Landes. Das bunte Landschaftsmosaik zieht den Besucher schnell in seinen Bann. Es besteht aus kleineren Höhenzügen („Monts du Mâconnais“), bewaldeten Hügeln, Heideflächen an trockenen Hängen, saftiggrünen Wiesen in feuchten Senken, Weinbergen und im Rebenmeer versteckten Dörfern. Für Ihre Entdeckungstour durch diese Gegend haben wir eine interessante Strecke gewählt, die auch die außerhalb des Mâconnais liegende Côte Chalonnaise streift. Sie werden erleben, wie an die Stelle der schiefergedeckten Spitzdächer des Nordens immer häufiger flachere, mit provenzalischen Ziegeln gedeckte Dächer treten, die dem Mâconnais schon ein gewisses südländisches Flair verleihen.

Verlassen Sie Chalon-sur-Saône gen Süden Richtung Varennes-le-Grand. Fahren Sie von dort auf der D 6 weiter Richtung Buisson-Roncin und Messey-sur-Grosne. Die gerade, einfach zu befahrende Straße führt Sie durch einen Wald und dann in das ruhige, landwirtschaftlich geprägte Tal der Grosne. Hinter Santilly können Sie entweder direkt Richtung Cormatin weiterfahren oder einen kleinen Abstecher in den schönen mittelalterlichen Ortskern machen. Dort können Sie herrlich flanieren und sich mit Wegzehrung eindecken. Die Straße nach Cormatin und die gen Norden führende Straße nach Chapaize durchziehen eine Reihe von Dörfern, deren romanische Kirchen mehr als einen kurzen Blick verdienen.

Statten Sie auch dem Schloss von Cormatin mit seinem prächtigen mehrfarbigen Außendekor einen Besuch ab. Anschließend geht es weiter auf der D 14, von der Sie schon bald den Glockenturm der romanischen Kirche von Chapaize erkennen können. Die nüchtern-sachliche Architektur der Kirche bildet einen starken Kontrast zur Architektur des Château de Cormatin. Durchfahren Sie Chapaize bis Sie an die Kreuzung mit der D 215 gelangen, an der Sie rechts Richtung Collonge abbiegen. Der Anstieg zum Col des Chèvres ist Ihre erste Begegnung mit den Höhenzügen des Mâconnais. Anschließend führt die Straße wieder hinab nach Tournus. Dort biegen Sie rechts in die Avenue Vitrier (D 14) ein, deren Verlängerung nach Brancion führt.

Cluny > La Rochepot

Wenn Sie Cluny auf der D 980 Richtung Mâcon verlassen haben, gelangen Sie recht bald auf die D 22 nach Ste-Cécile. Von dort aus lenken Sie Ihre Maschine Richtung Curtil-sous-Buffières und St-Bonnet-de-Joux. Auf halber Strecke können Sie einen Stopp auf der Anhöhe Butte de Suin einlegen, von dort aus bis zur Orientierungstafel hinaufsteigen und einen phänomenalen Rundblick über das Tal der Saône und das Charolais genießen.

Hinter St-Bonnet steuern Sie Ihr Motorrad Richtung St-Martin-de-Salencey und Sailly und biegen von der D 980 links nach Montceau-les-Mines ab. Etwa zwanzig Kilometer weiter biegen Sie zum Mont-St-Vincent ab, der Ihnen aufs Neue einen herrlichen Rundblick über die abwechslungsreiche Landschaft beschert. Als Nächstes steuern Sie auf Croix-Brousseau und Genouilly zu. Etwa zwei Kilometer nördlich von Genouilly biegen Sie links nach St-Micaud und etwas weiter rechts nach St-Martin d'Auxy ab. Am Ort mit dem Flurnamen Les Maison-Rouges rollen Sie zuerst Richtung Ste-Hélène und dann Richtung Villeneuve-en-Montagne weiter, bevor Sie rechts nach Abergement, St-Jean-de-Vaux und St-Mard-de-Vaux abbiegen. Von dort geht die Reise weiter bis nach St-Bérain-sur-Dheune. Zwischen dem Fluss Dheune und dem Canal du Centre folgen Sie der D 974 gen Norden bis nach St-Léger-sur-Dheune.

Über Aluze und die D 109 gelangen Sie nach Remigny, Santenay und Dezize-les-Maranges und erreichen schließlich den Mont de Sène. Die auf den Mont de Sène hinaufführende Straße ist ziemlich schmal. Vom Aussichtspunkt breitet sich unter Ihnen ein sehr schönes Panorama aus: Im Norden, jenseits von La Rochepot, tauchen die Weinberge der Côte de Beaune auf. Nach Osten blicken Sie auf das Tal der Saône, den Jura und die Alpen. Im Süden erkennen Sie das vom Mont St-Vincent dominierte Umland von Cluny und im Westen das Mittelgebirgsmassiv des Morvan. In Nolay, einer weiteren reizvollen mittelalterlichen Kleinstadt mit vielen Fachwerkhäusern, zweigt die Strecke rechts Richtung Cormot-le-Grand und Vauchignon ab.

Am Ortsausgang von Vauchignon stürzen Sie sich links in das Tal der Tournée mit dem Talkessel Cirque du Bout du Monde. Ein grandioses Naturschauspiel erwartet Sie! Aus gut vierzig Metern Höhe stürzt ein Wasserfall die majestätischen Kalkfelsen hinab in die Tiefe. Stellen Sie Ihr Motorrad auf dem Parkplatz ab, und begeben Sie sich zu Fuß zur Grotte (linke Seite) oder zum Wasserfall (rechte Seite). Anschließend fahren Sie zurück nach Vauchignon und dann weiter nach Bel-Air und La Rochepot.

La Rochepot > Chalon-sur-Saône

La Rochepot im Departement Côte-d'Or ist das Tor zur Côte de Beaune, wo die berühmtesten Weinlagen der Region zu finden sind. Vor Ihrer Abreise besichtigen Sie aber noch das Schloss der Stadt. Von Bäumen umrahmt steht es, einem Märchenschloss gleich, auf der Bergspitze Roche-Nolay. Es wurde in schlichter Bauweise im 13. Jahrhundert errichtet und unterscheidet sich stilistisch maßgeblich vom Château de Cormatin. Erkunden Sie das Schloss in aller Ruhe und beachten Sie insbesondere die kupfernen Utensilien und die auffälligen Öfen in der Schlossküche. Ihre Tour setzen Sie anschließend auf der Weinstraße fort. Die D 17 führt Sie nach Orches, St-Romain und Pommard. Drosseln Sie hinter Orches das Tempo oder halten Sie sogar an, um sich an der wunderbaren Aussicht auf St-Romain, Auxey, Meursalt und das Saône-Tal zu erfreuen. Auf dem Weg nach Pommard bieten sich Ihnen dann beste Gelegenheiten für einen Streifzug zu weltbekannten Weingütern und Weinlagen. Schlagen Sie dabei aber nicht über die Stränge und lassen Sie Ihren Feuerstuhl nicht aus Versehen irgendwo stehen. Idealerweise füllen Sie nicht nur Ihr Glas, sondern auch Ihr Adressbuch. Am Ende erreichen Sie Beaune, das nicht nur die prestigeträchtige Kapitale des Burgunderweins ist, sondern auch eine herausragend schöne Architektur zu bieten hat. Das Rathaus, die Kirche Notre-Dame, das Hospiz, die umlaufende Stadtmauer − deren Bastionen die bekanntesten Weinkeller der Region beherbergen − die Parkanlagen und die alten Häuser verschmelzen zu einem der schönsten Stadtbilder Burgunds. Die Rückfahrt nach Chalon-sur-Saône über Demigny auf der D 19 können Sie in aller Ruhe genießen.


 Chronovert à Mézilles
Les Perraults des bois - Tel. 03 86 45 49 26