Im Norden des Morvan

Start Auxerre 230 km

Fahrspaß

Touristische Attraktivität

Reisekomfort



 

Reiseführer und Karte

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QUELLE: MOTORRADFÜHRER „ 90 VIREES A MOTO“, Frankreich 2011 –MICHELIN KARTEN UND REISEFÜHRER

Von Norden aus betrachtet, ähnelt das Mittelgebirgsmassiv des Morvan einem ausgedehnten, etwas welligen Hochplateau, das nach Süden allmählich ansteigt. Diese Wellen, die sich terrassenartig auftürmen und dann sanft in das Pariser Becken abfallen, bilden den unteren Morvan, dessen Erhebungen nicht höher als 600 Meter sind.

Auxerre > Vézelay

Im Herzen Burgunds und inmitten einer Weinbaugebiets, dessen bekanntestes Erzeugnis der Chablis ist, schmiegt sich Auxerre elegant an einen Hügel über der Yonne. Die Stadt weckt die Lust zu einem langen Spaziergang durch die belebten Straßen und entlang der schattigen Boulevards. Fachwerkhäuser und zum Kulturerbe der Region zählende Bauwerke wie die Kathedrale St-Étienne, der Stadtmauerturm Tour de l'Horloge oder die ehemalige Abtei St-Germain verschönern Ihren Stadtrundgang. Diese wahre Kulturtour ist der passende Auftakt zu der idyllischen Rundfahrt, zu der wir Sie einladen. Nun können Sie Ihre Biker-Kluft anlegen, um die kurvenreichen Straßen im Tal der Yonne zu befahren, die Sie durch eine abwechslungsreiche Hügellandschaft mit Weinhängen und Streuobstwiesen bis nach Clamecy führen. Wählen Sie die D 239 Richtung Coulanges-la-Vineuse, und fahren Sie immer geradeaus bis nach Vincelles. Die Yonne weist hier die typischen Merkmale eines Flusses auf, der eine Ebene durchquert. Gestärkt durch den Zufluss der Cure verteilt sich ihr Wasser in einem recht breiten Flussbett. Einige Hügel sind von Rebflächen bedeckt, auf anderen wachsen Kirschbäume. Im Frühling präsentiert sich diese Landschaft in ihrem schönsten Kleid! Mindestens zwei Dörfer der Gegend sind lohnenswerte Ausflugsziele. Escolives-Ste-Camille beeindruckt durch seinen achteckigen Kirchturm und die Überreste von Thermen aus gallo-römischer Zeit. Nach Coulanges-la-Vineuse zieht es Besucher wegen des berühmten Weinbergs und des Weinmuseums (Musée du Vieux Pressoir et de la Vigne).

Auf der D 100 fahren Sie weiter Richtung Bazarnes und Trucy-sur-Yonne. Unmittelbar nach der Überquerung der Yonne und des Canal du Nivernais kommen Sie in Mailly-la-Ville an. Auch hier lohnt ein kurzer Abstecher in das alte Wehrdorf Mailly-le-Château, das in einer Biegung der Yonne auf einem Felsen errichtet wurde. Von Mailly-la-Ville über Châtel-Censoir nach Clamecy folgt die Straße dem Fluss und dem Kanal und sorgt bei Motorradfahrern für ein besonderes Fahrvergnügen. Hinter Châtel-Censoir taucht links das Château de Folin auf. Das aus der Ferne schön anzusehende Schloss mit seinen hohen Wehrmauern und Rundtürmen kann leider nicht besichtigt werden. In Clamecy fahren sie auf der schmalen D 951 durch eine landschaftlich reizvolle Gegend weiter nach Vézelay. Vom „ewigen Hügel“ aus beherrscht die kleine Stadt mit ihren sich an die steilen Gassen drängenden Häusern das Tal der Cure. Das kunstgeschichtliche Kleinod wird seit 1979 auf der Welterbeliste der UNESCO geführt. Besichtigen Sie unbedingt die Basilika Ste-Marie-Madeleine aus dem frühen 12. Jahrhundert und bestaunen Sie ihre Architektur und ihre vielfarbige Ausgestaltung.

Vézelay > Lormes

Verlassen Sie Vézelay auf der D 958 nach Süden Richtung Bazoches. Unterwegs können Sie in Pierre-Perthuis Halt machen, um die Burgruine und die drei Brücken des Dorfs zu bewundern. Das tief eingeschnittene Tal der Cure überspannen eine 33 Meter lange, aus dem Jahr 1874 stammende Bogenbrücke, eine zweibogige Steinbrücke aus dem Jahr 1770 und eine dritte Brücke aus neuerer Zeit. Nach einem kurzen Fußmarsch durch die raue Landschaft erreichen Sie den Felsen Roche Percée, auf den der Name des Dorfs zurückgeht.

Anschließend fahren Sie weiter nach Bazoches. Historisch Interessierte und Architekturkenner halten hier an, um das Schloss mit dem trapezförmigen Grundriss zu besichtigen, in das 1675 der unter dem Namen Sébastien Le Prestre geborene Festungsbaumeister und Marschall Vauban einzog. Bei dieser Gelegenheit erfahren Sie viele Details über das Leben und Werk des großen Militäringenieurs. Hinter Bazoches fahren Sie erst einmal auf der D 958 weiter. In Pouques-Lormes verlassen Sie diese und wählen die Straße nach Lormes. Kurz vor dem Ort können Sie bei der Orientierungstafel auf dem Mont de la Justice die herrliche Aussicht auf das Umland bewundern. Von hier aus haben Sie freie Sicht auf Vézelay im Norden, auf die Anhöhe von Montenoison im Westen und auf die Landschaft des Bazois im Südwesten. In Lormes selbst können Sie von der Caféterrasse am Friedhof abermals den Blick in die Ferne auf die bewaldeten Gipfel des Zentral-Morvan und die von Dörfern durchsetzten Anbauflächen schweifen lassen, zwischen die sich die kleinen Wälder des Bazois und des Nivernais drängen. Am Horizont taucht wieder die Silhouette der Anhöhe von Montenoison auf.

Lormes > Avallon

Verlassen Sie Lormes auf der D 944. Biegen Sie in St-Martin-du-Puy rechts ab auf die D 128. Durchfahren Sie Chalaux und dann Marigny-l'Église bis Sie schließlich Quarré-les-Tombes erreichen. Der Ort verdankt seinen Namen einer Reihe von Kalkstein-Sarkophagen, die um die Kirche herum angeordnet sind. Sie sind die verbleibenden Exemplare von mehr als tausend solcher Gräber aus der Zeit zwischen dem 7. und dem 10. Jahrhundert. Ihr Ursprung bleibt bis heute ein Geheimnis. Es könnte sich um das Lager eines am Ort ansässigen Herstellers oder um Teile einer Totenstadt handeln, die ein Heiligtum umgab, das dem Heiligen Georg, dem Schutzpatron der Ritter, gewidmet war.

Bei Interesse können Sie von hier aus auf der D 55 noch einen Abstecher zur Abtei von Pierre-qui-Vire machen. Die in der Einsamkeit einer urwüchsigen Umgebung gebaute Klosteranlage ist nach einem riesigen flachen Stein benannt, der im Gleichgewicht auf einer Felsspitze ruhte und durch eine sanfte Berührung mit der Hand zum Schwanken gebracht werden konnte. Zurück in Quarré-les-Tombes setzen Sie die Fahrt Richtung Cussy-les-Forges fort und biegen dann links nach St-Germain-des-Champs ab, wo Sie wieder auf die D 44 nach Avallon stoßen.

Avallon > Auxerre

Isoliert zwischen zwei Schluchten überragt die auf einem Granitfelsvorsprung liegende Stadt Avallon das grüne und kühle Tal des Cousin. Die stark befestigte alte Stadt birgt zahlreiche historische Gebäude wie die Stiftskirche St-Lazare, den Uhrturm oder den berühmten Salzspeicher, in dem heute Handwerker aus der Region über Sommer ihre Arbeiten zeigen. Besonders angenehm ist es, die sich serpentinenartig windenden Straßen hinunterzulaufen und dabei auf die Terrassengärten herabzublicken. In der Unterstadt haben sich Keramikhersteller und Glasbläser angesiedelt. Stellen Sie Ihre Maschine auf einem der Parkplätze im Norden der Stadt ab und gehen Sie von dort aus zu Fuß.

Von Avallon fahren Sie auf der D 957 Richtung Sauvigny-le-Bois bis Sie nach Isle-sur-Serein kommen. In Dissangis wechseln Sie auf die D 86 Richtung Noyers. Diese hübsche mittelalterliche Kleinstadt schmiegt sich in eine Biegung des Flusses Serein. Sie vermittelt einen schönen Überblick über die städtische Architektur Burgunds. Anschließend geht es auf der D 956 weiter Richtung Irancy und Auxerre. Fahren Sie auf der D 38 weiter nach Irancy und folgen Sie der Yonne an ihrem Ostufer bis nach Auxerre.